Highlights im Hamburger Hafen

Die Cap San Diego – Museumsschiff zum anfassen

Die Cap San Diego – Museumsschiff zum anfassen

 

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Alte Dame mit viel Charme

Die Cap San Diego liegt seit 1990 an der Innenkante der Überseebrücke und ist inzwischen auch ein Wahrzeichen des Hamburger Hafens geworden und ein sehr schöner Beleg dafür, warum Schiffe immer weiblich sind. Ein runder Hintern, scharfe Kurven, ein hübsches Gesicht – aber vor allem merkt man es an den Unterhaltskosten. J.  64 Mann Besatzung waren dafür nötig, um die alte Dame überhaupt in Fahrt zu bekommen. Das kann sich heute kein Reeder mehr leisten.

Geschichte der Cap San Diego

1961 lief die Cap San Diego an der Deutschen Werft in Finkenwerder vom Stapel und war damit der letzte Neubau der „Cap-San-Klasse“. Insgesamt hatte die „Cap San Diego“ fünf Schwesterschiffe, von denen heute aber keines mehr über die Weltmeere fährt. Die Schiffe wurden auf der Route Hamburg-Südamerika von der Reederei Hamburg-Süd eingesetzt, deren Eigner jeder kennen sollte: Dr. Oetker – der Backpulver-Fabrikant.

Das Schiff transportierte unter anderem Maschinen, Chemikalien, Autos aber auch Tiere und Mittel des täglichen Bedarfs für die deutschen Auswanderer in Richtung Südamerika und Fleisch, Kaffee, Textilien, Fruchtsäfte und Süßöle in Richtung Hamburg. Dazu kamen noch bis zu 12 Passagiere, die es sich an Bord gut gehen lassen konnten. Es gab ein eigenes Passagierdeck, klimatisierte Kabinen, eine Lounge mit separaten Speisesaal und ein Außenschwimmbad mit Poolbar. Ein Service, den sonst nur Passagierschiffe bieten konnten.

Zwanzig Jahre war das Schiff unterwegs und eine Rundreise dauerte circa sechzig Tage. Das lag aber unter anderem auch an den langen Liegezeiten in den Häfen die schon mal bis zu 14 Tage betrugen. Die Vollcontainerschiffe der Monte- und Rio-Klasse lösten die Cap San Schiffe ab und die Cap San Diego ging für einige Jahre nach Kingstown.

1986 sollte das Schiff dann verschrottet werden. Die Freie und Hansestadt Hamburg erwarb das Schiff zu einem Schrottpreis von knapp zwei Millionen Euro und holte den Dampfer nach Hamburg.

 

029Der Umbau zum größten, noch fahrbereiten Museumsschiff der Welt

1987 wurde die Stiftung Hamburger Admiralität gegründet, die nun Eigentümerin des Schiffes wurde. Arbeitslos gewordene ehemaliger Mitarbeiter der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG begannen damit das Schiff umfangreich zu sanieren. Unter anderem wurden die Maschinen wieder in Gang gebracht, so dass das Schiff 1995 an den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstages des Nord-Ostsee-Kanals teilnehmen konnte.

Heute finden regelmäßige Ausfahrten statt, an denen Sie gerne teilnehmen dürfen. Unter anderem führt die Cap San Diego auch alljährlich die Ein- und Auslaufparade des Hamburger Hafengeburtstages an.

Museums- und Hotelschiff

Auf der Cap San Diego gibt es viel zu entdecken. Sie können vom Maschinenraum bis zur Kommandobrücke so ziemlich jeden Winkel des Schiffes besichtigen und sich von der Seefahrt der 60er und 70er Jahre begeistern lassen. Bevor der Container aufkam war die „Cap San Diego“ eines der fortschrittlichsten Schiffe Ihrer Zeit.

An Bord befindet sich ein Restaurant, sie können den Funkern bei Ihrer Arbeit über die Schulter sehen und sogar an Bord übernachten. Ständig wechselnde Ausstellungen bieten einen Mehrwert. Das Schiff kann aber auch für Veranstaltungen gemietet werden.

 

 

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Öffnungszeiten und Eintrittspreise der Cap San Diego

Öffnungszeiten: Täglich von 10:00 – 18:00 Uhr (Nicht am 24. Dezember)
Eintrittspreise: Erwachsener 7,00 € / HH-Card 6,00 € / Kinder 2,50 €

 

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