Wo du in Hamburg überall schöne, alte Museumsschiffe gucken kannst.

Wenn du als Besucher in unsere schöne Stadt Hamburg kommst, dann ist der Hafen mit seiner Vielfalt an Schiffen einfach ein MUSS! Mein Kapitän sagt ja immer: „Wer nicht im Hafen war, der war nicht in Hamburg!“.

Und Recht hat er! Allerdings kann man bei dem reichhaltigen Angebot schon mal durcheinander kommen. Denn es gibt u.a. den Museumshafen Övelgönne, das Hafenmuseum Hamburg und den Sandtorhafen mit vielen Traditionsschiffen. Alles zu sehen ist an einem Tag schlicht unmöglich. Deshalb gebe ich dir heute einen kleinen Überblick über die Highlights in den jeweiligen „Häfen“.

Das Hamburger Hafenmuseum

HafenmuseumÜber DAS Highlight im Hafenmuseum habe ich die letzten Wochen ausführlich berichtet: Die Peking!. Aktuell ist das Schiff für Besucher noch nicht begehbar. Allerdings kann es vom Kai aus im Hafenmuseum uns auf unseren Hafenrundfahrten besucht werden und ab Frühjahr 2021 geht das los mit dem Boarding!

Darüber hinaus lohnt sich ein Besuch im Hafenmuseum auch wegen der Senats-Barkasse „Schaarhörn“. Das Dampfschiff wurde 1908 auf der Hamburg-Steinwerder Schiffswerft und Maschinenfabrik als “Peildampfer” gebaut. Auf dem schmucken Dampfer werden heute noch Traditionsfahrten für Gruppen auf der Niederelbe angeboten.

Ebenfalls erwähnenswert sind die 50er Schuppen in der Australiastraße. Sie gehören zu Hamburgs ältester erhaltener Hafenanlage. Das Denkmal geschützte Gelände aus der Kaiserzeit zeigt zudem alte Züge und Kräne aus der Stückgutzeit. Die Zeit, als Waren noch einzeln be- und entladen werden mussten. Container gab es ja noch nicht.

Falls du immer noch nicht überzeugt bist, das Hamburger Hafenmuseum zu besuchen, wäre noch die regelmäßige Vergabe des Deutschen Radiopreises vor Ort zu erwähnen. Und ganz Verrückte können dort einen Bungee Sprung von einem alten Hafenkran wagen.

Der Traditionsschiffhafen im Herzen Hamburgs

TraditionsschiffhafenIm Sandtorhafen, mitten in der neuen HafenCity hat sich der Traditionsschiffhafen angesiedelt. Der von der Stiftung Hamburg Maritim betriebene Traditionsschiffhafen ist in erster Linie Heimathafen für die stiftungseigene Flotte von Traditionsseglern, Dampfschiffen, Barkassen und Yachten. Ab Oktober 2020 kommt zudem das Theaterschiff in den Traditionsschiffhafen aus der Werft zurück. Kultur auf einem Schiff hat in Hamburg eine lange Tradition.

Ein besonderes Highlight ist “Harrys Hamburger Hafenbasar”. Der Laden ist vollgestopft mit Kuriositäten aus aller Welt und ist über die deutschen Grenzen hinaus bekannt. Die hier gezeigte Sammlung umfasst mehr als 365.000 Ausstellungsstücke. Echte Schrumpfköpfe, Masken, gruselige Jagdtrophäen, Nautiquitäten oder präparierte Tiere. In Harry`s Hafenbasar macht man eine Reise um die Welt.

„Last but not least“ findet sich hier noch die Mahatma-Gandhi-Brücke. Ehemals als „Sandtorhafen-Klappbrücke” bekannt, trägt sie seit Oktober 2012 den Namen des indischen Friedenskämpfers. In ihrer Funktion als Zugangstor für größere Schiffe sorgt sie regelmäßig für Fußgängerstaus Richtung Elbphilharmonie. Wenn die Brücke nämlich hochgeklappt wird, haben Schiffe vorfahrt und der Rest der Nation muss eben warten. Aber da man nicht jeden Tag eine Brücke im 90° Winkel sieht, ist das wohl in Ordnung.

Museumshafen Övelgönne

MuseumshafenAls erster Museumshafen in Hamburg bietet Övelgönne seit 1977 Besuchern die Möglichkeit, Geschichte hautnah zu erleben. Eine einmalige Sammlung an ehemaligen Berufsfahrtschiffen können hier geentert und bestaunt werden. Besonders nennenswert ist der ehemalige Dampf-Eisbrecher „Stettin“. Sie gilt als technisches Kulturdenkmal und ist 1932 in der gleichnamigen Stadt erbaut worden.

Darüber hinaus sollte man sich bei einem Besuch in Övelgönne unbedingt den Schwimmkran HHLA I, heute KARL FRIEDRICH STEEN, besichtigen. 1928 war dieser Kran eine technische Sensation. Bis dato konnte man sich nicht vorstellen, dass von einem schwimmenden Kran Lasten bis zu 30 Tonnen gehoben werden können.

Nicht zuletzt möchte ich noch das Feuerschiff „Elbe 3“ erwähnen. Sie ist als ehemaliges Leuchtschiff „Weser“ ebenfalls etwas Besonderes. Als schwimmender Leuchtturm war Sie bei gesunkenen Schiffen, Schiffen in Seenot oder unverhofft aufgespülten Sandbänken eine verlässliche Warnung für die Seeleute.

Fazit: Hamburg hat eine Fülle an schönen alten Schiffen und technischen Innovationen zu bieten und du wirst aus dem Staunen nicht rauskommen. Egal wofür du dich entscheidest!

Übrigens: Auf unseren Hafenrundfahrten steuern wir alle drei Museumshäfen gerne für dich an und werfen zusammen einen Blick auf die Highlights. Viel Insider-Wissen garantiert! Mein Kapitän Michael Shaw ist nämlich nicht nur ein waschechter Hamburger Jung, sondern auch ein super Erklärbär!

Ahoi!
Eure Mareike